Reise-Suche:

(mind. 4 Zeichen!)

Erweiterte Suche...

Kein Eintrag!


 
Katalog

Für große Darstellung bitte auf eines der Bilder klicken!

50 Jahre unfallfreier Schulbusverkehr

Das Busunternehmen Sittenauer in Dietramszell feierte kürzlich in der Mittelschule ein ungewöhnliches aber glückliches Jubiläum: Seit 50 Jahren bringen seine Busse die Dietramszeller Kinder zur Schule - und dies in all den Jahren ohne einen einzigen Unfall!

Es war eine tolle Neuerung für die Schüler und Eltern, als im Schuljahr 1967/68 die ersten Schulbusse fuhren. Bis dahin mussten nämlich viele Kinder kilometerweit zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren. Nun brauchten sie nur noch in den Bus einzusteigen und wurden morgens in die Schule und mittags wieder zurück in die Ortsteile gebracht. Bürgermeisterin Leni Gröbmaier erinnerte sich: „Für die Kinder war es eine große Errungenschaft“. Auch sie hatte damals als Schülerin davon profitiert.

Der Firmengründer Theodor Sittenauer schloss im Jahr 1967 den ersten Vertrag – damals noch direkt mit den Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten der Schüler. Sein Sohn Horst, der jetzige Seniorchef, erinnert sich, dass Theodor Sittenauer zum damaligen Zeitpunkt schon seit 20 Jahren im Busgeschäft tätig war. „Das Schönste in diesen 50 Jahren war, dass es keinen Unfall gab“, betonte er. Und er ergänzte: „Die Fahrten haben immer Spaß gemacht und machen es immer noch!“

Damals war die Schulbildung noch anders organisiert. Ende der 1960er Jahre gab es in den seinerzeit noch selbstständigen Gemeinden, die heute Teile der Gemeinde Dietramszell sind, mehrere Schulhäuser. Daher ging die Tour der Busse in den ersten Jahren noch an die Schulen in Dietramszell, Baiernrain und Linden. Erst im Jahr 1969 wurde der Schulverband gegründet, im Jahr 1971 der Erweiterungsbau mit sieben zusätzlichen Klassenzimmern eingeweiht und die Schulhäuser in Linden und Baiernrain geschlossen. Nun mussten alle Schüler an die Schule in Dietramszell. Dann kamen die Verwaltungsreform und die Bildung der Großgemeinde Dietramszell. Daher wurde 1976 ein neuer Vertrag geschlossen.

Horst Sittenauer erinnerte sich: „Die Fahrer der Schulbusse waren stets mehr als nur Chauffeure für die Kinder. Wir brachten ihnen auch das richtige Benehmen beim Ein- und Aussteigen bei, trösteten sie, kümmerten uns um kleine Wehwehchen oder munterten sie mit Witzen auf“, erzählte Horst Sittenauer. Gerhard Kreipl, fuhr von 1979 bis 2015 einen Schulbus: „Für mich waren die Fahrten am Nachmittag besonders schön, nach dem Hauswirtschaftsunterricht. Da bekam ich immer etwas zum Naschen von den Schülerinnen.“

Inzwischen leitet Juniorchef Michael den Familienbetrieb in der dritten Generation und noch immer genießt die Sicherheit oberste Priorität. Daher sollen möglichst alle Schüler einen Sitzplatz im Bus haben. Dafür waren zeitweise sogar Verstärkerbusse von Ascholding nach Dietramszell erforderlich. Der Ehrgeiz des Unternehmens gilt auch der Pünktlichkeit aller Fahrten. Im Winter erfordert das eine umfangreiche Kommunikation, doch selbst die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniert, wie Michael Sittenauer bestätigt: „Der Winterdienst hat die Anordnung, bei starkem Schneefall zuerst die Straßen für den Schulbus zu räumen.“ Ein tolles Lob kam auch vom Schulchor. Dieser sang zum Jubiläum: „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, Sittenauer wird an der Haltestelle sein!“

Eine Neuerung gibt es bei der Firma Sittenauer im Bereich Busreisen: Seit Jahresanfang kooperiert man eng mit dem Münchner Busunternehmen Geldhauser. Dadurch hat sich das Reiseangebot nahezu vervierfacht! Die Buchungen können jedoch nach wie vor wie gewohnt bei Sittenauer vorgenommen werden.

Bild 1: Gemeinde, Schule und Schüler bedankten sich mit Blumen, Karikatur und Urkunde für 50 Jahre unfallfreie und engagierte Schülerbeförderung (v.l.): Schulsekretärin Christine Riedmayr, Michael Sittenauer, Rektorin Marianne Leubner, Seniorchef Horst Sittenauer, Bürgermeisterin Leni Gröbmaier, Ingrid Sittenauer und Konrektorin Susanne Falkenhahn. Foto: Niedergesäss

Bild 2: Diese Karikatur überreichte Bürgermeisterin Leni Gröbmair zum Dank Vater und Sohn Sittenauer.

Verfasst am: 22.02.2017